SOW in der Region Dents de midi – Portes du Soleil

Die Swiss O Week 2026 fand vom 11. – 18. Juli zum ersten Mal grenzüberschreitend in der Region Dents de midi – Portes du Soleil (Wallis/Savoyen) statt.

Beitragsbild: An den meisten Etappen bot sich eine grandiose Sicht in die Alpenwelt. Hier in Les Crosets an der 3. und 4. Etappe.
Fotos: Martin Oppliger, Eveline und Thomas Schneider, Brigitte und Leonhard Suter

Cordoba OLC im Einsatz am Check-in. Hier Andrea Bossi und Martin Oppliger.

Das Wettkampfzentrum war in Morgins. Es war geplant, dass alle sechs Etappen mit Bergbahnen erreicht werden, drei davon von schweizer Boden aus und drei von französischem. Es kam aber etwas anders. Mehr später. An allen 6 Etappen gab es drei Starts um die Läufer*innen etwas aufzuteilen und den Anforderungen der vielen Kategorien gerecht zu werden. Der Start 3 war für alle Kategorien ohne Startzeiten (Kurz-, Offen-, Holiday-, Challenge- und D/H10) aber auch die Kategorien für die ältesten Teilnehmer*innen. Der Start 1 war den Kategorien mit den längsten Bahnen vorbehalten. Die “übrigen” Kategorien waren den Start 2 zugeteilt.

Brigitte Suter bei der Abgabe eines Geschenkes.

Cordoba OLC übernahm wie die zwei letzten Male das Module Check-in. Im Vorfeld wurden sie Läufersäcke abgepackt. Siehe den Beitrag dazu. Vor Ort in Morgins betrieben wir den Check-in am Freitrag- und Samstagnachmittag und am Sonntagmorgen. Der erwartete Ansturm am Samstagnachmittag blieb aus. Die Teilnehmenden kamen ihre Unterlagen gestaffelt abholen.
Danach konnten wir die SOW geniessen. Der Check-in ist ein richtig gutes Modul!

Die 1. Etappe fand in einem mehr oder weniger geschlossenen voralpinen Wald direkt bei Morgins statt. Hier ging es mit Gondel hoch zum WKZ bei La Foilleuse, was auch der Karte den Namen gab. Für die Starts 1 und 2 ging es zuerst in ein Stein- und Feldgebiet mit feinem Relief.

Dank Martin Oppliger war die Cordobafahne immer dabei!

Die 2. Etappe liefen wir auf französischem Boden auf der Karte Plaine Dranse. Zuerst ging es hoch mit der Sesselbahn ins WKZ, wo auch das Ziel war. Mit einer weiteren Bahn ging es nochmals hoch und zu Fuss (2’200m und 260m Steigung) weiter zu Start 1 und 2. Der grösste Teil des Laufes war für die meisten Kategorien OL vom Feinsten: Physisch und koordinativ sehr fordernd und technisch anspruchsvoll. Das Gelände ist nur in kleinen Teilen bewaldet, hat ein feines Relief mit ausgedehnten Steinfeldern und vielen Felsbändern und immer wieder (eingezeichneten) Felsspalten.
Die Bahnen von Start 3 waren im untern und einfacheren Teil des Geländes. Dies war eine Konzession aufgrund von Sesselbahnen, welche nicht benutzt werden konnten.

Das WKZ der 3. Etappe war in Les Crosets, etwa 4 km nordwestlich von Champéry. Von hier ging es mit der Sesselbahn hoch nach Mossettes. Gelaufen wurde auf der Karte Col de Chésery, welche Teils in Frankreich und Teils in der Schweiz liegt. Die Belaufbarkeit war sehr gut; der Boden meist mit Gras bewachsen und Wald fehlte vollkommen. Das Ziel befand sich im Felde, von wo 270 m zur Sesselbahn hochmarschiert werden musste, um mit der Bahn zurück ins WKZ zu fahren.

Einblick ins Laugebiet der 3. Etappe. Am Nordrand des südlichen Sees ist das Ziel ersichtlich.

Nach dem Ruhetag stand die 4. Etappe an. Das WKZ war wiederum in Les Cosets, von wo es wiederum mit der Sesselbahn nach Mossettes hoch ging. Gelaufen wurde auf der Karte Portes du Soleil. Der gleichnamige Pass wurde von allen Läufer*innen während dem Lauf passiert. Das Gelände war wiederum gut belaufbar, da meist mit Gras bewachsen. Im zweiten Teil der Bahnen waren auch einige Waldfetzen eingestreut. Vom Ziel ebenfalls im Felde ging es dieses Mal zu Fuss zurück ins WKZ.

Am Freitag war die 5. Etappe als Königsetappe in Avoriaz FR angekündigt. Geplant war ein zweigeteilter Wettkampf: Zuerst ein urbaner Sprint im Dorf Avoriaz gefolgt vom einem Middle im Wald. Dazwischen eine neutralisierte Überführungsstrecke von etwa 1 km.
Die Anfahrt ins WKZ war über drei sehr Wind exponierte Sesselbahnen vorgesehen. Da Wind und Gewitter angesagt waren, musste dieser Lauf leider, leider gestrichen werden.

Ruth Humbel als Siegerin der 4. Etappe

Zum ersten Mal kam damit eine fertig vorbereitete und gedruckte Ersatzetappe zum Zuge. In einem Waldgebiet am westlichen Dorfrand von Morgins starteten wir zu einem der seltenen Waldsprints. Das gewählte Gelände war eines Spints würdig. Viele hatten Mühe mit der Umstellung des Massstabes. Wie wäre es mit dem vorgesehenen Lauf in Avoriaz mit einem Massstabwechsel im selben Lauf herausgekommen?

Für die 6. Etappe ging es wiederum nach Frankreich, nach Super-Châtel auf die gleichnamige Karte. Ausser dem Ziel war der ganze Lauf auf schweizer Boden. Das Laufgelände war ein Bijou, ein Gemisch zwischen Jura, Norwegen und voralpinem Wald und meist sehr gut belaufbar.

Dies war ein würdiger Abschluss einer schönen SOW mit wunderbaren, erstmals kartierten Geländen, spannenden Wettkämpfen und eben auch viel Tourismus. Eben SOW!

Die Spaghettata bei Eveline und Thomas Schneider

Die relative kleine Delegation von Cordobanerinnen und Cordobaner traf sich am Donnerstagabend nach der vierten Etappe zu einer gemeinsamen Spaghettata, mitgebrachten Salaten und Desserts in der Ferienwohnung von Eveline und Thomas Schneider. Danke den Köchen und Spendern.

Trotz kleiner Delegation gab es zwei Siege im Gesamtklassement: Unsere Präsidentin Ruth Humbel, D65 mit drei Etappensiegen und Flavia Näf, DAK mit drei Etappensiegen.

Fakten zur SOW 2026:
  • Resultate: Etappe 1, Etappe 2, Etappe 3, Etappe 4, Etappe 5, Etappe 6, Gesamt
  • Bahnen mit GPS auf Livelox

Fotos: